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MI | 13.07 | 16:57
(Bild: ORF Kärnten)
Infos per PDA
High-Tech in Minimundus
Bisher musste man die Informationen über die Attraktionen in Minimundus - der kleinen Welt am Wörthersee - in einer Broschüre nachlesen. Künftig kann man multimediale Informationen über einen Pocket-PC oder übers Handy abrufen.
Von Studenten entwickelt
Der Multimedia Guide mit dem launigen Namen "MultiMundus" ist das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojektes der Informationstechnologie der Klagenfurter Uni (M3-Systems), Minimundus und dem Gründerzentrum Kärnten.

Entwickelt wurde der MultiMundus von Studenten im Klagenfurter Lakesidepark. Das Ziel des Projektes ist die Umsetzung einer Multimedia-Präsentation der Ausstellungsmodelle auf unterschiedlichen mobilen Endgeräten wie Pocket-PCs (PDAs), Smartphones, Tablet-PCs und Notebooks.
Multimundus - Grafik (Bild: M3-Systems)
Automatische Anpassung an diverse Geräte
Das Problem, das von den Studenten gelöst wurde: Die Inhalte - also Texte, Grafiken, Karten, Bilder, Audio- und Videosequenzen - werden künftig automatisch möglichst optimal an die unterschiedlichen Endgeräte angeglichen.

Außerdem sollen sich die ausgegebenen Informationen auch an Sprache, Alter und Interessen des Benutzers anpassen.
Der "gläserne Besucher" wird Realität
In der ersten Ausbaustufe soll der Benutzer interaktiv durch eine Landkarte navigieren und sich Zusatzinformationen zu den ausgewählten Modellen ansehen können.

Für die Betreiber bietet sich mit dem System der Vorteil, aktuelle Statistiken über die besuchten Modelle und die Aufenthaltsdauer eines jeden Benutzers abrufen zu können.

Ebenfalls neu entwickelt wurde ein spezielles "Designerprogramm", das es dem Betreiber ermöglicht, mit einfachsten Mitteln selbst Präsentationen zu erstellen oder die bestehenden Präsentationen erweitern zu können.
Zehn Testgeräte im Einsatz
Anstelle der gedruckten Broschüre, die bisher durch die Mini-Welt führte, soll es bald nur noch den MultiMundus geben. Derzeit sind zehn Testgeräte einsatzbereit. Durch diese Geräte sollen die Besucher leichter und besser Informationen über die rund 200 Attraktionen bekommen.
(Bild: ORF Kärnten)
Der mobile Führer informiert mit Text, Bildern, Audio und Video nicht nur über das Modell, sondern auch über das Land, aus dem es stammt. Man kann vier verschiedene Sprachen auswählen.
Zentral gespeicherte Informationen
Die Informationen die der Multi-Mundus den Besuchern liefert, sind zentral auf einem Server im Verwaltungsgebäude gespeichert. Von dort werden die Informationen per Funk gesendet und sind im gesamten Minimundus-Gelände zu empfangen.

Die Besucher können zusätzlich mit aktuellen Infos versorgt werden - etwa über Angebote, Veranstaltungen oder eine aktuelle Verlängerung der Öffnungszeiten.
Zweite Projektphase bis 2007
Das Projekt soll noch bis 2007 weiter entwickelt werden. Am Ende der zweiten Ausbaustufe soll es dann möglich sein, dass ein Benutzer die multimedialen Inhalte auch auf sein privates mobiles Endgerät bekommt, und dass diese Inhalte dabei über die verschiedensten am Markt eingeführten Funknetze (Wireless LAN, Bluetooth, UMTS, GPRS) übertragen werden können.
Standortinfo ermöglicht automatische Anzeige
Highlight der zweiten Projektphase wird die Umsetzung von Standortinformationen sein, so dass ein Benutzer die Zusatzinformationen automatisch zu jenem Modell bekommt, das ihm am nahesten ist.

Ebenfalls vorgesehen ist eine Implementierung von "moderierten Audioführungen" für Reisegruppen, ein Online-Quiz zu den Modellen und - interessant für die Betreiber -  individuelle und objektbezogene Werbeeinblendungen.
(Bild: ORF Kärnten)
Bei den Geräten, die derzeit im Einsatz sind, muss man den Standort noch manuell eingeben. Künftig soll die physische Position des Besuchers automatisch erkannt und das naheliegendste Modell angezeigt werden.
Hoffen auf europaweiten Einsatz des Systems
Durch die Flexibilität und die Erweiterbarkeit des Systems baut man natürlich darauf, weitere Interessenten zu finden, die den MultiMundus übernehmen werden. "Wir hoffen sehr stark darauf, dass unser Multimedia Guide europaweit in Einsatz kommt", sagte Projektleiter Michael Kropfberger.