English Version

Die Mission

Das Mobile Multimedia Systems (M³-Systems) Research Lab ist eine von Promovierten des Instituts für Informationstechnologie (ITEC) an der Universität Klagenfurt geleitete Forschungseinrichtung, welche darauf abzielt, die existierenden wissenschaftlichen Forschungsergebnisse des Instituts im Bereich vernetzer Multimediasysteme im Kärntner Wirtschaftsraum anzuwenden, und neue Ergebnisse aus der orientierten und angewandten Forschung in diesem Bereich zu erzielen. Das Forschungslab ist das Resultat einer "Research-to-Business"-Initiative des Instituts für Informationstechnolgie, welche im Mai 2004 ihren Ursprung fand.

ITEC beschäftigt sich seit Anfang 2000 mit Methoden und Techniken zur Adaptierung von audiovisuellen Inhalten und verteilten Serverstrukturen, um Benutzer möglichst optimal unter Berücksichtigung von den Fähigkeiten derer Endgeräte, den gegebenen Netzwerkbedingungen sowie deren Know-How und Interessen zu bedienen. Die Adaptierung von audiovisuellen Inhalten (im Speziellen von Videoströmen) entlang der Auslieferungskette vom Server zum Client wurde dabei im Rahmen des ADMITS-Projekts (Adaptation in Distributed Multimedia IT-Systems) behandelt. Nachdem ITEC auch seit einigen Jahren aktives Mitglied der Moving Pictures Experts Group (MPEG) ist (speziell in den Bereichen MPEG-7 und MPEG-21), wurde dabei auch viel Wert auf Standardkonformität zu MPEG-4 (Kodierungsstandard für audiovisuelle Ströme), zu MPEG-7 (Standard zur Beschreibung von audiovisuellen Inhalten), und zum Adaptierungsteil (Digital Item Adaptation) von MPEG-21 (dem Multimedia-Framework) gelegt. Die Adaptierung von audiovisuellen Strömen im Netzwerk beschränkte sich dabei auf verdrahtete Netzwerke. Ein wesentliches Ergebnis des ADMITS-Projekts war schließlich ein Toolkit, welches verschiedene Techniken zur Adaptierung und zum Streamen von MPEG-basierten Videoströmen implementiert und diese Funktionalität in Form einer Bibliothek für Multimediaanwendungen wie Streamingserver, Proxyserver und Player zur Verfügung stellt. Dieses Toolkit wurde ViTooKi genannt und der Open-Source-Community auf der Sourceforge.net-Plattform zur Verfügung gestellt.

Die Methoden und Techniken zur Adaptierung von verteilten Serverstrukturen wurden im Rahmen des ADMS-Projekts (Adaptive Distributed Multimedia Streaming Server) realisiert. ADMS ist ein flexibler, aus verteilten Services bestehender Streamingserver, der die Anzahl und die Verteilung seiner Services dynamisch an verfügbare Netzwerk- und Serverresourcen sowie Benutzerbedürfnisse anpassen kann, sodass möglichst viele Benutzer möglichst optimal bedient werden können. ADMS basiert dabei auf Vagabond2, einer eigens entwickelten Middleware für adaptiv verteilte Serveranwendungen.

Das M³-Systems Research Lab zielt nun darauf ab, die Ergebnisse aus diesen beiden Grundlagenforschungsprojekten ADMITS und ADMS in konkreten Anwendungen wirtschaftlich zu verwerten, sowie auf den Ergebnissen aufbauend weitere Forschung vor allem im drahtlosen Bereich zu betreiben. Das Lab soll somit, wie in der folgenden Abbildung verdeutlicht, anhand konkreter Projekte mit Partnern aus der Wirtschaft die orientierter Forschung und die Forschungsanwendung erschließen.

Forschungspyramide